Freie Presse - Auerbacher Zeitung - Donnerstag, d. 23.08.2012
Gespräch zur Zukunft von Bergen abgesagt
Bürgermeister verweist zur Begründung auf angespannte Atmosphäre

Bergen. Ein lange geplantes Gespräch zwischen Gemeinderäten und Vertretern der Bergener Interessengemeinschaft (BIG) ist gescheitert. Die Runde, in der die unterschiedlichen Positionen - Eingemeindung nach Falkenstein oder Verbleib im Jägerswald-Verband - ausgetauscht werden sollten, war für Dienstag geplant. Am Montag sagte Bürgermeister Volkmar Trapp (parteilos) ab. Frank Straubel von der BIG äußerte sich enttäuscht darüber, dass das Treffen nicht zustande kommt - trotz langer Vorlaufzeit: Im Mai hatte die BIG zu einem Runden Tisch eingeladen. "Als die andere Seite Bedingungen hinsichtlich des Gesprächsortes und zur personellen Besetzung stellte, haben wir uns kooperativ verhalten", sieht Straubel die Verantwortung für die Absage beim Rat.

Seitens des Gemeinderates begründet Bürgermeister Trapp die Entscheidung mit der "angespannten Atmosphäre, in der ein vernünftiges Gespräch nicht möglich ist". Den Ausschlag habe das Auftreten der BIG in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag gegeben und die "Art und Weise, in welcher die BIG andauernd Bericht erstattet". Damit meint der Bürgermeister den Schaukasten der Pro-Jägerswald-Streiter, in dem dem Rat vorworfen wird, er habe sich mit dem Beschluss zum Bürgerentscheid "der Lächerlichkeit preisgegeben". Hintergrund ist die Frage, ob der Beschluss des Gemeinderates für einen Bürgerentscheid rechtskräftig ist. Die Kommunalaufsicht prüft derzeit.