Freie Presse - Auerbacher Zeitung - Mittwoch, d. 17.10.2012
Bürgermeister hofft auf Einlenken der Nachbarn
Nach Bürgerentscheid: Brief aus Bergen an die Jägerswald-Gemeinden

VON HOLGER WEISS

BERGEN/JÄGERSWALD — Nach dem Bürgerentscheid, bei dem sich am Sonntag eine Mehrheit für das Festhalten an der Eingliederung nach Falkenstein ausgesprochen hatte, hofft der Gemeinderat Bergen auf ein Einlenken der anderen Jägerswald- Gemeinden Theuma, Tirpersdorf und Werda. In einem gestern verbreiteten Brief bittet Günter Ackermann, stellvertretender Bürgermeister von Bergen (Freie Wähler) die Bürgermeister im Verwaltungsverband, „ihre Entscheidung bezüglich des Austritts Bergens aus dem Verwaltungsverband aufgrund der neuen Fakten noch einmal zu überdenken und zur Disposition zu stellen.“ Bislang wird der Austritt Bergens aus dem Verwaltungsverband von den Partnern abgelehnt.

Ackermann verweist auf den Bürgerentscheid, bei dem zwei Drittel derjenigen Bergener, die zur Wahl gegangen waren, den Kurs des Rates unterstützt hatten. Die hohe Wahlbeteiligung von 74,3 Prozent zeige, dass die Bürger die Zukunft ihrer Gemeinde mitgestalten wollten, so Ackermann. Damit stehe fest: Eine Einheitsgemeinde werde es mit Bergen nicht geben, ein dauerhafter Fortbestand des Verwaltungsverbandes sei ebenfalls „nicht im Sinne der Bergener“, schreibt der Vizebürgermeister.

Ackermann geht davon aus, dass Bergen auf Eingliederung nach Falkenstein klagen wird. Um die damit verbundenen Fristen einhalten zu können, hoffen die Bergener auf eine Stellungnahme der Jägerswald- Partner bis 25. Oktober.