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Freie Presse - Auerbacher Zeitung - Samstag, d. 25.07-2026
Ein Gartenparadies für Mensch und Tier
Das Ehepaar Heß aus Bergen teilt die Leidenschaft für Gartenbau und Kunst. An der Thomas-Müntzer-Straße pflegen Karla und Berndt Heß ein Blütenparadies mit Teichen, Holzstelen und Sitzplätzen. Was es mit der einzigen Steinskulptur auf sich hat.

Von Daniela Hommel-Kreißl

Bergen - Ein Garten wie ein Kunstwerk. Ein Garten voller Kunstwerke. Das ist die grüne Oase von Karla und Berndt Heß in Bergen. Einmal im Jahr - zum Tag des offenen Gartens - sind Fremde in das Blumenparadies voller Skulpturen an der Thomas-Müntzer-Straße eingeladen, um dort die Seele baumeln zu lassen.

Karla und Berndt Heß haben auf 1300 Quadratmetern ein Gartenparadies erschaffen. Zwischen Blüten und Grün gibt es hier vor allem eins: Kunst. FOTO: DANIELA HOMMEL-KREIßL

Wer im Garten der Familie Heß auf einem Stuhl Platz nimmt, sitzt zwischen viel Grün, duftenden Blumen in allen möglichen Farben und genießt die Stille. Unterbrochen wird die nur vom Sirren der Bienen, die in vielen Blüten Nektar suchen. Oder den Flügelschlägen der Vögel, die Sommer wie Winter zum großen Vogelhaus kommen. Das Futterhaus hat Berndt Heß nicht nur selbst gebaut. Er bestückt die vielen Schalen, die er für die Bedürfnisse verschiedener Vögel in der Futterstation aufgestellt hat, mit Nüssen, Insekten, Sonnenblumenkernen. Heß liebt Vögel.
Der Platz nahe dem Vogelhaus, direkt an einem von zwei Teichen, ist der Lieblingsplatz seiner Frau. Sie beobachtet gern, wie Spechte, Eichelhäher, Meisen oder Zeisige Futter holen. Am Teich daneben blühen Taglilien, die Lieblingsblumen von Karla Heß. 20 Sorten hat sie in ihrem Garten. Am Lieblingsplatz eine Steinskulptur - eine Frau, die mit dem Krug Wasser holt. Gekauft beim Steinmetz, könnte man meinen. Doch weit gefehlt: Diese perfekt geformte Frauenstatue hat Karla Heß selbst aus Pirnaer Sandstein gehauen: „Ich wollte etwas schaffen, das langlebiger ist als meine Holzfiguren.“ Als sie die Arbeit begann, wusste sie nicht, worauf sie sich einließ, sagt sie heute. Vom Steinmetz kaufte sie einen nach ihren Wunschmaßen geschnittenen Steinblock, lieh von ihm Werkzeug.
Zuerst arbeitete Karla Heß im Freien an der Skulptur. Weil sie fürchtete, die Nachbarn mit dem Gehämmer zu stören, zog sie in die Werkstatt im Haus um. Nach wochenlanger Arbeit voller Staub, konnte die steinerne Frau mit dem Wasserkrug an den Teich umziehen. Sie ist bis heute Karla Heß einzige Stein-Arbeit. Spezialisiert ist die Bergenerin auf Holzskulpturen.

Diese Schnitzarbeit von Karla Heß steht im großen Pavillon am Brunnen, dem Lieblingsplatz ihres Mannes. FOTO: DANIELA HOMMEL-KREIßL

In den 1990er Jahren kaufte das Ehepaar Heß, aus Leipzig stammend und in Stuttgart wohnend, das Haus mit Grundstück in Bergen. Viele Wochenenden und Urlaube in vier Jahren nutzte das Paar, um das Haus umzubauen. „Den Garten legten wir nach und nach an“, sagt Berndt Heß. Gut 30 Obstbäume, die einst auf dem 1300 Quadratmeter großen Areal standen, wichen allmählich blühenden Sträuchern und Stauden, zwei Teichen, einem Steingarten. Ein Gartenparadies in leichter Hanglage mit gut 600 Pflanzenarten. Am unteren Ende ein Ziehbrunnen, daneben ein großer Holzpavillon. Auch hier: Kunst.

„Den Garten legten wir nach und nach an.“

Berndt Heß Gartenfreund aus Bergen

Nachdem sie ins Vogtland gezogen waren, habe sie trotz zweiter Berufsausbildung keinen Job gefunden, erzählt Karla Heß. Sie machte das beste daraus, arbeitete im Garten und für die Familie. Und sie schloss sich dem Schnitzverein Falkenstein an. Schon in Leipzig hatte sie geschnitzt - inspiriert von ihrem damaligen Chef, der Holzmasken fertigte. „Das fand ich toll.“ Eine Rehgruppe und eine Rotte Wildschweine waren ihre ersten Arbeiten. Als die gut gelangen, wagte sich Karla Heß an das Schnitzen von Schulkind-Figuren. Die stehen bis heute auf ihrem Kamin in Bergen.

Karla Heß mit ihrer Sandsteinskulptur. Die Wasser holende Frau steht an einem von zwei Teichen im Garten der Familie inmitten blühender Taglilien. FOTO: DANIELA HOMMEL-KREIßL

Andere Figuren zeigt sie in Ausstellungen oder stellt sie in ihrem Garten auf. Da ist zum Beispiel der Geier auf einem Baum am Teich. Unter dem Dach des Gartenpavillons eine Figurengruppe - eine Frau vor ihrem Haus, ein Jäger im Hochstand, ein Holzsammler, dazu Bäume und viele Tiere.
Neben den detailreichen figürlichen Darstellungen schafft Karla Heß auch moderne Kunst aus Holz. Einige dieser Stelen haben ihren Platz zwischen all der Blütenpracht im Garten. Ein Garten voller Kunst - Familie Heß gefällt’s. Täglich arbeiten beide in ihrem Gartenparadies. (dahk)

Im Garten des tierliebenden und naturverbundenen Paares darf ein selbst gebautes Insektenhotel nicht fehlen. Foto: Daniela Hommel-Kreißl

Moderne Kunst, Stelen aus Holz, findet man überall im Garten der Familie Heß. Geschaffen hat die Kunstwerke allesamt Karla Heß. Foto: Daniela Hommel-Kreißl



Letzte Aktualisierung am Sonntag, den 26. Juli 2026 - 17:31 Uhr  






Unterliegerinformation der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen gemäß Anzeigepflicht zum Ablassen von Wasser nach § 22 SächsWG


An folgenden Terminen wird im Zeitraum von 07:00 Uhr bis 15:30 Uhr die Abgabe der Talsperre Werda auf 2,00 m³/s erhöht.


21.01.26 22.04.26 22.07.26 21.10.26
25.02.26 20.05.26 26.08.26 25.11.26
25.03.26 24.06.26 23.09.26 21.12.26
Der schadlose Abfluss unterhalb der Talsperre von 2,00 m³/s wird nicht überschritten.







 

 





Letzte Aktualisierung am Donnerstag, den 12. Februar 2026 - 10:31 Uhr  

 


 




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