Internetredaktion Bergen  
Freitag. d. 26.05.2017 - 21:01 Uhr Impressum | Sitemap | Kontakt  



Karte Bergen


Leader
Sagenhaftes Vogtland
     
  Chronik von Bergen im Vogtland (Freistaat Sachsen)

Kurze Chronik von Bergen



Kurzer geschichtlicher Abriß

Im Jahre 1267 wurde das Waldhufendorf erstmals als "villa Pergen" später 1418 als "Pergen" und 1438 als Bergen urkundlich erwähnt.
Der Name bedeutet soviel wie "Ort in den Bergen". Wohnten einst im Jahre 1557 etwa "29 besessene Mann und ein Häusler" so zählt das Dorf heute etwa 1150 Einwohner. Auch in Bergen lebten die Menschen in der Vergangenheit vom Ackerbau und der Viehzucht. Daneben fanden sich noch die typischen Dorfberufe wie Fleischer, Weber, Zimmerleute, Maurer, Hufschmiede und Wagner. In den Steinbrüchen wurde Granit gebrochen, der im Ort von Steinmetzen bearbeitet wurde. Gute Gewinne brachte den Einwohnern noch die Holz- und Pechnutzung. Ebenfalls werden zwei Mühlen und ein Eisenhammer in alten Aufzeichnungen genannt. Doch auch in Bergen mußten die Bürger Rückschläge und menschliches Leid durch Kriege und Krankheiten in der Vergangenheit hinnehmen. Im Dreißigjährigen Krieg wird das Dorf mehrfach geplündert und es sind mehrere Menschenleben zu beklagen.
Unter 1626 erscheint erstmalig im Kirchenbuch das Schreckenswort zu jener Zeit, die "Pest". Das eigentliche Pestjahr ist 1633. Ganze Familien werden ausgelöscht und es wird allein im Monat September von 48 Toten berichtet. Über die Folgen des Siebenjährigen Krieges und der napoleonischen Kriege gibt es leider keine Aufzeichnungen. Nach dem ersten Weltkrieg blieben 73 Bergener Bürger auf den Schlachtfeldern Europas. Über die doppelte Zahl an Toten und Vermißten sind es nach dem zweiten Weltkrieg.


GEWERBE

Der Anschluß an die Eisenbahnlinie im Jahre 1865 bringt der Gemeinde die Voraussetzung für den industriellen Aufschwung. Im Jahre 1890 kam die erste Schiffchenmaschine nach Bergen. Das Elektrizitätswerk wird schon 1903 erbaut. Zwischen 1905 und 1911 herrscht im Ort ein wahrer Bauboom. es entstanden viele Produktionsgebäude für Stickereien. Bereits 1911 stehen 265 Stickmaschinen mit Motorantrieb im Ort. Diese Branche erlebte über die Jahrzehnte viele Höhen und Tiefen. Die Stickereibetriebe waren für Bergen so typisch, daß sie sogar der Heimatschriftsteller Paul Apitzsch in seinem Buch "Wo auf hohen Tannenspitzen" erwähnte. Später bis in DDR-Zeiten siedelten sich auch noch andere Textilbetriebe im Ort an.


BERGBAU

Eine große Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung von Bergen spielte der Uranbergbau. Schon in den zwanziger Jahren suchten Mineraliensammler auf dem nahe gelegenen Streuberg nach Urancircit, einem grünlichen Uranglimmer. Im Januar 1949 wurden gezielte geologische Erkundungsarbeiten der SDAG Wismut durchgeführt. Kurz darauf setzten dann die bergmännischen Arbeiten ein. Bis 1964 wurde im Bergener Revier aus insgesamt sieben Schächten Uran gefördert. Eine mineralogische Besonderheit ist das Barium-Uranyl-Phosphat "Bergenitz". Es wurde erstmalig 1959 in Bergen gefunden und erhielt somit den Namen des Ortes. Heute wird nach wie vor Granit von den Hartsteinwerken in den Steinbrüchen abgebaut. Er findet meist als Schotter, Splitt, Bau- und Verfüllsand für die Bauindustrie Verwendung.


Nach der WENDE

Von dem Lärm der Stickereien ist seit der Wende leider nur noch wenig zu hören. Viele Betriebe wurden auch hier geschlossen. Im Gegenzug wurden Kleinbetriebe aus dem Sektor Dienstleistung, Handwerk und Gewerbe saniert oder neu gegründet. Weiterhin wurden 1995 das Sparkassengebäude, das außer dem Geldinstitut Arztpraxen und ein Blumengeschäft beherbergt sowie ein Einkaufsmarkt eröffnet.

 

 



 




Calendar
 Mai 2017 
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31  
<< >>





Telekom